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Think global, act local

Die Verlagerung unseres Konsums ins Internet hat Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Statt den unabhängigen Einzelhandel vor Ort zu unterstützen, kaufen viele Menschen bei multinational agierenden Konzernen, mit hohen Investments im Rücken.

 

Warum? Vermutlich zum Großteil aus Bequemlichkeit. Denn auch wenn es in einer Stadt wie Wiesbaden alles vor der Haustür gibt, ist das Einkaufen per Mausklick und vom Sofa aus wesentlich komfortabler und zeitsparender.

 

Die Folge: Immer mehr kleine Läden müssen schließen, die Innenstädte verwaisen und die Vielfalt des Angebots geht aufgrund des langsam aussterbenden Fachhandels verloren.

 

Die Lösung

Das Team bestehend aus fünf Frauen (Nanna Beyer, Inga Ellingen, Karina Bareis, Rieke Kandel und Sonja Knecht) möchte ein Angebot schaffen, das den Vorteilen von beliebten Online-Shops in nichts nachsteht, aber gleichzeitig lokal operiert: Die Idee vom Kiezkaufhaus war geboren.

 

Das Kiezkaufhaus ist ein Zusammenschluss lokaler Händler und Hersteller, die ihre Produkte online unter einem Dach anbieten. Sie werden noch am selben Tag mit Cargo-Bikes zum Kunden gebracht: also schneller als Amazon und emissionsfrei. Das verbindet den Komfort des Online-Shoppings mit dem Kauf bei lokalen, unabhängigen Händlern. Nämlich den Händlern, die das Stadtbild individuell prägen und deren Verdrängung durch anonyme Ketten immer weiter zunimmt.

 

Die Weiterentwicklung

Das Konzept soll in anderen Städten als Social Franchise umgesetzt werden, damit jede Stadt selbst ihre Händlergemeinschaft und einen hyperlokalen Online Store aufbauen kann. Dabei ist der soziale Aspekt der Förderung der Innenstadt und der Händlergemeinschaft Ziel des Unternehmens. Für den Betrieb in den anderen Städten werden selbstständige Unternehmer gesucht, die dieselbe Infrastruktur nutzen, aber das Kiezkaufhaus in ihrer Stadt aufbauen und schlussendlich auch selbst von den Gewinnen profitieren.

 

www.kiezkaufhaus.de

 

 

 

FB: @kiezkaufhaus